Angelo Ampezzan

G.M. Ampezzan Angelo

Geboren 1915 in Zoldo Alto (Belluno)
Obergefreiter der Reserve
7. Alpini-Regiment
336. Alpini-Besatzungskompanie

Begründung der Goldenen Tapferkeitsmedaille „postum“:

Bereits für Tapferkeit ausgezeichnet, riss er während eines blutigen Gefechts gegen Aufständischenbanden in tückischem Gelände seine Gruppe durch sein Beispiel mit und hielt im Kampf aus, auch nachdem er am linken Arm schwer verwundet worden war. Mit beispielhaftem Gleichmut gelang es ihm mit dem einzig noch brauchbaren Arm, zunächst ein Maschinengewehr wieder instand zu setzen und zu bedienen und dann den nachdrängenden Feind mit dem Wurf von Handgranaten zurückzuwerfen. Von einer Maschinengewehrgarbe tödlich getroffen, fiel er als Tapferer und richtete an seinen Hauptmann die Worte: „Ich habe meine Pflicht bis zuletzt erfüllt. Gott vergebe mir meine Sünden.“

Berlog (Kroatien), 3.–4. April 1943

Biographische Anmerkungen:

(weitere Auszeichnungen: 1. Kriegskreuz, Balkan, September 1942)

Einer zahlreichen Handwerkerfamilie angehörend, arbeitete er bis zu seiner Einberufung im April 1936 mit dem Vater im Betrieb eines Sägewerks. Dem 12. Alpini-Regiment zugeteilt und zum Gefreiten befördert, besuchte er Ende des Jahres den Skilehrgang des Regiments und erhielt die Ernennung zum Aufklärer mit der Bewertung „sehr gut“. Mit der Auflösung des 12. Alpini kam er im April 1937 zum 7. Alpini-Regiment; er wurde zum Obergefreiten befördert und im darauffolgenden August entlassen. 1939 zum Bataillon „Pieve di Cadore“ einberufen, nahm er nach der Kriegserklärung vom 10. Juni 1940 im Bataillon „Val Piave“ an den Kampfhandlungen an der Westalpenfront teil. Im Februar 1941 wurde er dann zum mobilgemachten Bataillon „Val Tagliamento“ versetzt, das damals an der griechisch-albanischen Front stand, und trug einen Monat später eine schwere Verwundung davon. Mit dem Lazarettschiff „Gradisca“ heimgeführt, lag er in Kuranstalten und kehrte im Juli desselben Jahres, kaum genesen, zunächst zum Depot des Bataillons „Pieve di Cadore“ zurück; dann wurde er nach Kroatien entsandt und der 336. Alpini-Besatzungskompanie zugeteilt. Als Führer eines abgelegenen Stützpunkts zeichnete er sich im September 1942 in Sinac aus, als er nach vier Tagen Widerstand einen Angriff von Aufständischenbanden zurückwies.

(die Begründung und die biographischen Anmerkungen sind dem Buch „Le Medaglie d’Oro al valor militare“ entnommen – Gruppo Medaglie d’Oro al valor militare d’Italia, Rom 1965)

 

 

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