Die Alpini-Gruppe

Alpini-Gruppe „Gen. Pietro Zaglio“ – Salce (Belluno)

Gründungsdatum: 1964
Mitgliederstand am 31.12.2013: Alpini 128 – Zugehörige 18
Mitgliederstand am 31.12.2014: Alpini 128 – Zugehörige 18
Mitgliederstand am 31.12.2016: Alpini 130 – Zugehörige 18
Website der Gruppe: www.gruppoalpinisalce.it
 

 
Amtierender Gruppenobmann
Stefano Brancher
 

 

1964 – 2024: sechzig Jahre Geschichte, Erinnerung und Dienst

Die Alpini-Gruppe von Salce wurde am 19. März 1964 gegründet, in einer Gemeinschaft, die von der Tragödie des Vajont noch tief gezeichnet war. Die offizielle Einweihung mit der Segnung des Gagliardetto fand am 25. Oktober 1964 statt, unter Wahrung der von der A.N.A. für die Opfer der Katastrophe ausgerufenen Trauer.

Die Gruppe wurde nach General Pietro Zaglio benannt, ehemaligem Kommandanten des 7. Alpini-Regiments, „der Papa der Alpini“ genannt, der in Col di Salce wohnte.

Von Anfang an hat sich das Wirken der Gruppe an den Grundwerten der Associazione Nazionale Alpini ausgerichtet: Erinnerung, Solidarität, Pflichtgefühl, Schlichtheit und Dienstbereitschaft gegenüber der Gemeinschaft.


Die Gruppenobmänner

Zum ersten Gruppenobmann wurde Giovanni Dal Pont gewählt, der die Gruppe von der Gründung bis 1975 führte und den Vereins- und Bürgervorhaben starken Auftrieb gab.

Ihm folgten:

  • Ezio Caldart (1976–1981)

  • Decimo Colbertaldo (1982–1987)

  • Ezio Caldart (1988 wiedergewählt, im Amt bis 2011)

  • Cesare Colbertaldo (2011–2021)

  • Massimo De Vecchi (2021–2023)

  • Stefano Brancher (2024 – heute)


Das Gefallenendenkmal

Zu den ersten und bedeutsamsten Vorhaben zählte die Errichtung des Gefallenendenkmals, verwirklicht zwischen 1966 und 1967 nach einem Entwurf des Gruppenobmanns Giovanni Dal Pont, mit Mario Dell’Eva als Schriftführer des Förderkomitees.

Das Werk band alle Vereine und die Bevölkerung von Salce ein. In einer Zeit, die von den Spaltungen der Nachkriegsjahre noch gezeichnet war, traf die Gruppe eine mutige Entscheidung: auf denselben Gedenktafeln gemeinsam der Gefallenen aller Seiten zu gedenken. Eine Geste der Versöhnung, die mit der Zeit zum Sinnbild einer geteilten Erinnerung geworden ist.


Sitze und Einrichtungen

Während der Amtszeit von Decimo Colbertaldo wurde nach jahrelanger Suche ein Sitz in Col di Salce gefunden, gewonnen aus der Herrichtung eines kleinen Hauses, das mit einem neunjährigen Vertrag überlassen wurde. Bei Ablauf wurde der Vertrag nicht verlängert, doch inzwischen reifte der Plan eines neuen, mit anderen Vereinen des Gebietes geteilten Sitzes.

1981 errichteten die Alpini nach einem Entwurf von Giovanni Dal Pont und unter der Führung des Gruppenobmanns Ezio Caldart gemeinsam mit der Bevölkerung von Salce und Bes die kleine Friedhofskapelle, die auch als Aufbahrungsraum dient und die Grabnischen der Pfarrer der Pfarre Salce beherbergt. 2012 wurde das Gebäude umfassend saniert, vollständig getragen und ausgeführt durch die freiwillige Arbeit der Mitglieder.


Überlieferungen und Vereinsleben

Unter den zur Überlieferung gewordenen Vorhaben sind zu nennen:

  • die Befana Alpina, 1968 begonnen und 34 Jahre in Folge bis 2001 fortgeführt;

  • der Herbstausflug, volkstümlicher Art, oft mit mehr als hundert Teilnehmern;

  • der Frühjahrsausflug, kultureller Art, der zahlreiche italienische Regionen berührt hat und 1999 auch Rom, mit einer Papstaudienz.

Die Gruppe hat außerdem Chorabende, Wohltätigkeitskonzerte, Vorhaben zur Unterstützung der Schule und zahlreiche Instandhaltungsarbeiten im Gebiet gefördert: die Wiederherstellung des Steinbrunnens von Giamosa, die Herrichtung jener von Salce und Col di Salce, Straßenarbeiten in Canzan, Erhaltungsmaßnahmen am Bildstock von Peresine und Beiträge für die Volksschule von Giamosa.


Das Mitteilungsblatt „Col Maòr“

1964 entstand auf Anregung von Mario Dell’Eva das Mitteilungsblatt „Col Maòr“, anfangs als vervielfältigtes Blatt der Gruppe und später auch auf Ebene der Sektion gedruckt.

Die Zeitschrift war und ist bis heute eine gewichtige Stimme nicht nur für die Gruppe, sondern für die ganze Gemeinschaft, und erhielt auch beim 1. Wettbewerb der Alpini-Presse in Brescia Anerkennung. Gründer und Schriftleiter war Mario Dell’Eva; viele Jahre lang war Adriano Padrin verantwortlicher Leiter. Heute wird es mit Leidenschaft vom Ausschussmitglied Michele Sacchet verfasst, unter der Leitung von Roberto De Nart.

Mario Dell’Eva, von 1964 bis in die frühen 2000er-Jahre Schriftführer der Gruppe, war auch Pressereferent der Sektion Belluno, Mitglied des Redaktionsausschusses von „L’Alpino“ und im Dreijahreszeitraum 1996–1998 Präsident der A.N.A.-Sektion Belluno. Er betreute bedeutende historische Werke über die Sektion, das Bataillon Belluno, das 7. Alpini-Regiment, die Division „Pusteria“ und weitere Alpini-Einrichtungen.


Zivilschutz

Im Zeichen des erneuerten Vereinsgeistes hat die Gruppe eine Zivilschutzmannschaft aufgestellt und nimmt an örtlichen, gemeindlichen und provinzweiten Übungen teil.

Freiwillige der Gruppe waren bei den Notlagen im Piemont (Asti, Mondovì), im Dezember 2000 im Aostatal und bei weiteren landesweiten Katastrophen im Einsatz und haben damit den Geist der Alpini-Solidarität greifbar bezeugt.


Wachstum und Gemeinschaft

Bei der Gründung zählte die Gruppe 57 Mitglieder; 1969 überstiegen sie hundert, und im Jahr 2000 waren es 154 ordentliche Mitglieder sowie 27 Zugehörige. Ein Zeichen der Lebendigkeit und der Verwurzelung in der Gemeinschaft.

2024 hat die Gruppe den 60. Jahrestag mit der Herausgabe des Bandes „60 Anni di Alpinità – 1964-2024“ begangen, einer Sammlung von Zeugnissen, Fotografien und Dokumenten, welche die Vereins- und Bürgererinnerung von Salce bewahren.

Sechzig Jahre Geschichte bestätigen die Rolle der Alpini-Gruppe von Salce als sittlicher, bürgerlicher und solidarischer Bezugspunkt für die ganze Gemeinschaft.

 

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Besondere Erwähnung verdient Mario Dell’Eva, von 1964 bis 2002 Schriftführer der Gruppe, Gründer und Seele des Mitteilungsblattes Col Maòr, Präsident der A.N.A.-Sektion Belluno und Commendatore der Republik. Sein Wirken hat der Geschichte der Gruppe und der ganzen Gemeinschaft einen tiefen und dauerhaften Abdruck hinterlassen.

 

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