Über uns

Von der Website der ANA-Sektion Belluno:

Die Alpini-Gruppe von Salce, benannt nach Gen. Pietro Zaglio, einst Kommandant des 7. Alpini-Regiments, entstand 1964, in einer Zeit, in der unsere Belluneser Gemeinschaft noch zutiefst von der Tragödie des Vajont erschüttert war; die erste offizielle Sitzung fand nämlich am 19. März 1964 statt.

Der öffentliche Gründungsakt wurde hingegen am 25. Oktober desselben Jahres begangen, um so das Trauerjahr zu achten, das zum Gedenken an die Opfer jenes katastrophalen Ereignisses ausgerufen worden war.

In der ersten schriftlichen offiziellen Ansprache von Mario Dell’Eva finden wir jene grundlegenden Gedanken, die das Leben des Alpini-Verbandes geprägt haben und weiter prägen: die Erinnerung an unsere Geschichte, die Solidarität mit der Gemeinschaft, der wir angehören, Bescheidenheit und Schlichtheit, vor allem aber Begeisterung und gesunder Stolz auf unser Tun.

Schon im ersten Gruppenausschuss fiel die Entscheidung, ein Mitteilungsblatt ins Leben zu rufen, um über die Tätigkeiten der Gruppe zu berichten und, mit Marios eigenen Worten, jene Nachrichten zu bringen, die örtlicher Natur oder besonders mitteilenswert sind.

Gründer und Redakteur war Mario Dell’Eva, während viele Jahre lang Adriano Padrin verantwortlicher Leiter war. Der „dem“, wie Mario Dell’Eva zu zeichnen pflegte, führte sein Werk weiter — das, wir erinnern daran, 1958 beim 1. Wettbewerb der Alpini-Presse in Brescia auch landesweit eine begehrte Anerkennung erhielt — bis zum Dezember 2002, als es sogar so schien, als sollte der Col Maòr offiziell zur Sektionszeitung werden (der Sache nach war er es seit Jahren).

Die Sektion entschied sich jedoch anders, und Mario erlebte, gerade in den letzten Tagen seines irdischen Lebens, das Ende des Col Maòr. Es war eine traurige Zeit; die Gruppe hatte ihren angestammten „Schriftführer“ verloren, und das Geschenk, das er den Belluneser Alpini hatte hinterlassen wollen, gab es nicht mehr.

Es folgten Augenblicke voller Trauer, aber auch voller Zorn; ebendiese Gemütslagen führten jedoch zu einer guten Entscheidung: Jener Mann, der am engsten mit Mario zusammengearbeitet hatte, der damalige Gruppenobmann Ezio Caldart, beschloss, den „Zeitungskopf“ wieder in die Verantwortung der Gruppe zu holen und ließ so unseren „Col Maòr“ neu erstehen.

Mit der Hilfe von Roberto De Nart (verantwortlicher Leiter und einziger Berufsjournalist der Redaktion) sind zahlreiche Mitarbeiten entstanden, die zum großen Teil bis heute das tragende Fundament des Mitteilungsblattes bilden, das mit Leidenschaft vom Ausschussmitglied Michele Sacchet und von einer lebendigen und kundigen Redaktion betreut wird.

Selbstverständlich ist die Vereinsgeschichte der Gruppe nicht nur der Col Maòr: Ein weiteres grundlegendes Werk, vom Vorstand von Anfang an beschlossen und in Angriff genommen, war die Errichtung eines neuen Gefallenendenkmals nach dem Entwurf des damaligen Gruppenobmanns Giovanni Dal Pont; für jene Zeit war das beinahe eine Selbstverständlichkeit, denn alle Gemeinschaften wollten ihrer Toten gedenken.

In Salce wurde jedoch eine für die Zeit mutige Entscheidung getroffen. Auf den Gedenktafeln wurden die Namen der Sieger und der Besiegten gemeinsam angeführt, und damit ein Weg der Versöhnung begonnen, der bis heute nicht ganz vollendet ist. Es gab politische Proteste und Einschüchterungen, die die Gemeinschaft jedoch zurückzuweisen und zu überwinden vermochte.

Das Leben der Gruppe war gleichwohl vom klassischsten Alpini-Geist durchdrungen; die „veci“ von heute, die „bocia“ von damals, erinnern sich an die Adunate, an die Vereinsanlässe, an die Ausflüge. Im Jänner 1969 kommt die erste Befana Alpina, und seither hält sie jedes Jahr pünktlich ihren Termin mit unseren Kindern; anfangs war sie ausschließlich für die Kinder der Mitglieder gedacht, dann wurde sie im Lauf der Jahre immer mehr zu einem Fest für alle Kinder der Gemeinschaft.

Mit der Ausrichtung der Befana beginnt die Gruppe, ihre Aufmerksamkeit der Welt der Kinder und der Erziehung der Jugendlichen zuzuwenden. So entstehen zahlreiche Vorhaben zugunsten der Volksschule und des Kindergartens, von denen wir viele bis heute weiterführen.

Wie alle Alpini-Gruppen versuchen wir, stets aufmerksam für die Bedürfnisse und die Dringlichkeiten unserer Gemeinschaft zu sein, und setzen damit den Gedanken der Subsidiarität in die Tat um — ein seit einigen Jahren modisches und etwas abgenutztes Wort, das die Alpini jedoch seit jeher in ihrer DNA tragen.

So haben wir Brunnen und Straßen instand gesetzt, Umgebungen gesäubert und Ausbesserungen an unseren Kirchen vorgenommen. Wir haben Chorkonzerte, Erste-Hilfe-Kurse und Fotoausstellungen veranstaltet; unter diesen ist die schöne Ausstellung zum 40. Gründungsjahr der Gruppe mit unveröffentlichten historischen Aufnahmen zu erwähnen, betreut vor allem von Armando Dal Pont.

1981 haben wir gemeinsam mit anderen Vereinen und Freiwilligen der Gemeinschaft den Bau der Friedhofskapelle koordiniert. Mehr als dreißig Jahre später, im Jahr 2012, haben wir das Bauwerk von Grund auf saniert, sind für sämtliche Kosten aufgekommen und haben die Arbeiten ausschließlich mit der Arbeit unserer Freiwilligen ausgeführt.

Kommen wir nun zu jener Tätigkeit, die mehr als alle anderen bekannt ist und die Gegenwart unseres Vereins darstellt: dem Zivilschutz.

Salce hat seit den Tagen des Erdbebens im Friaul 1976 Freiwillige überallhin entsandt, wo die Alpini gerufen wurden. Heute können wir auf eine Mannschaft zählen, derzeit von Luciano Fratta koordiniert und aus etwa fünfzehn Personen bestehend, eingegliedert in den Kern Belluno. Es ist eine kleine, aber wirkliche Zahl einsatzfähiger, ausgebildeter und eingespielter Menschen, nicht bloß eine Liste auf dem Papier. Wir haben mehrere Freiwillige, die im Notfall sofort aufbrechen können, wie sich bei den Erdbeben von L’Aquila und in der Emilia gezeigt hat.

Nun ist es an der Zeit, nach vorne zu schauen und zu bedenken, was uns erwartet: Wir werden der Schule weiterhin große Aufmerksamkeit widmen, insbesondere unserem Kindergarten, wir werden stets bereit sein, im Ehrenamt mit anzupacken, und wir werden, soweit unsere Kräfte es erlauben, auf verschiedene Weise den Vorhaben der örtlichen Verwaltungen und der Gemeinschaft nahe bleiben.

Daher die Entscheidung über das Hauptvorhaben, das wir uns für die Feier unseres 50. Jahrestages ausgedacht haben.

Auch in diesem Fall kommt die Anregung vom Col Maòr, aus der Leidenschaft und aus dem unverzichtbaren Wunsch, unsere Ortsgeschichte kennenzulernen. Bei der Suche nach Nachrichten ist uns bewusst geworden, dass die Pfarrblätter vielleicht die einzige Quelle sind, die die kleinen, aber wichtigen Geschichten und den Alltag der Lebensweisen unserer Gemeinschaft erschließt.

Das Bollettino di Salce erscheint zum ersten Mal im Jahr 1927. Die aufeinanderfolgenden Pfarrer haben die gedruckten Ausgaben aufbewahrt, die heute in sieben großen Bänden im Pfarrhaus verwahrt werden. Ihre Einsichtnahme ist frei, wenn auch naturgemäß recht mühsam.

So entstand der Gedanke, dieses ganze Material auf einen digitalen Träger zu übertragen, um allen den Zugang über das Internet zu ermöglichen, wie es beim Col Maòr bereits geschieht. Die Digitalisierung, deren Kosten zum Teil durch einen Beitrag der Region Venetien gedeckt wurden, soll unser Geschenk an die Gemeinschaft sein, vor allem aber an ihre jungen Menschen, die die Geschichte von Salce und ihrer „veci“ kennenlernen wollen. ZUM LESEN DER PFARRBLÄTTER HIER KLICKEN

Überblick und Chronik der Ereignisse der Alpini-Gruppe:

1964 – Gründung der Gruppe * Gruppenobmann Giovanni Dal Pont

1964 – Erste Ausgabe des Mitteilungsblattes Col Maòr 1966 * Errichtung des Gefallenendenkmals

1969 – Erste Ausgabe der Befana Alpina

1976 – Ezio Caldart zum Gruppenobmann gewählt

1981 – Mitwirkung der Gruppe beim Bau der neuen Friedhofskapelle

1982 – Decimo Colbertaldo zum Gruppenobmann gewählt

1984 – Einweihung des neuen Vereinssitzes in Col di Salce

1988 – Ezio Caldart erneut zum Gruppenobmann gewählt

1989 – 25 Jahre der Gruppe * Gründung der Zivilschutzmannschaft *

2004 – 40 Jahre Gründung mit Fotoausstellung

2002 – Wiederaufnahme des Mitteilungsblattes Col Maòr

2011 – Cesare Colbertaldo zum Gruppenobmann gewählt

2014 – 50 Jahre der Gruppe

2017 – Cesare Colbertaldo erneut zum Gruppenobmann gewählt

2020 – „Col Maòr“ mit dem 2. Platz beim Landeswettbewerb der Alpini-Presse ausgezeichnet

2021 – Massimo De Vecchi zum Gruppenobmann gewählt, im März 2023 „vorausgegangen“

2023 – Stefano Brancher zum Gruppenobmann gewählt

2024 – 60. Jahrestag der Gruppe

 

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