G.M. Cescato Francesco
Geboren 1917 in Arsiè (Belluno)
Obergefreiter
8. Alpini-Regiment
Bataillon „Cividale“
76. Kompanie
Begründung der Goldenen Tapferkeitsmedaille „postum“:
Ein Chargierter von außergewöhnlichen Führungsgaben, bereits mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille für Taten an einer anderen Front ausgezeichnet, hatte er aus seiner Gruppe einen erlesenen Verband gemacht, dem die gefährlichsten Unternehmungen anvertraut wurden. Während eines heftigen feindlichen Angriffs meldete er sich mit seinen Männern für eine schwierige Erkundung. Von überlegenen feindlichen Kräften gestellt, gab er, obwohl verwundet, die Führung der Gruppe nicht auf, die er entschlossen zum Gegenstoß mitriss. Als der Richtschütze fiel, ersetzte er ihn unverzüglich und trug durch die Schnelligkeit und Entschlossenheit seines Feuers wirksam dazu bei, dem Angriffsdrang des Gegners zu begegnen. Erneut getroffen, fiel er auf dem Feld der Ehre, während er mit unbezwingbarer Zähigkeit im ungleichen, blutigen Kampf ausharrte.
Westfront Golubaja Kriniza (russische Front), 30. Dezember 1942 – 1. Jänner 1943
Biographische Anmerkungen:
(weitere Auszeichnungen: Silberne Tapferkeitsmedaille (Balusa – griechische Front, 3. November 1940)
Im Mai 1938 einberufen und dem Bataillon „Cividale“ des 8. Alpini-Regiments zugeteilt, wurde er im April des folgenden Jahres für Albanien mobilgemacht. Als Obergefreiter und Führer einer Schützengruppe der 76. Kompanie zeichnete er sich dann an der griechisch-albanischen Front vom 20. Oktober 1940 bis Jänner 1941 aus. Wegen Krankheit heimgeführt, erreichte er ein Jahr später, im Februar, seinen Verband auf dem Balkan wieder, und im August brach er nach Russland auf.
(die Begründung und die biographischen Anmerkungen sind dem Buch „Le Medaglie d’Oro al valor militare“ entnommen – Gruppo Medaglie d’Oro al valor militare d’Italia, Rom 1965)