Augusto Piol

G.M. Piol Augusto

Geboren 1924 in Limana (BL)

Alpino

Partisanenkämpfer

Begründung der Goldenen Tapferkeitsmedaille „postum“:

„Führer einer Gruppe auf Streife im Inneren einer Ortschaft, überraschend von einem feindlichen Zug angegriffen, zögerte er nicht, mit einem leichten Maschinengewehr das Feuer auf diesen zu eröffnen, und nahm auf kurze Entfernung den ungleichen Kampf auf. Als er drei seiner Kameraden fallen sah und vom Druck gegnerischer Kräfte bedrängt wurde, sprang er auf und stürmte allein vor und zwang den Gegner zum Rückzug; in der Schlussphase des Kampfes jedoch tödlich in den Unterleib getroffen, musste er einige Tage später leider erliegen. Herrliche Gestalt eines Patrioten und überaus tapferen Kämpfers für die Freiheit. – Rivalta (Turin), 5. Oktober 1944.“

Biographische Anmerkungen:

Mechaniker in den Werken „Giustina“ in Turin, wurde er noch nicht zwanzigjährig im Mai 1943 einberufen. Dem Bataillon „Exilles“ des 3. Alpini-Regiments zugeteilt, versah er Dienst im Depot und befand sich dort bei der Verkündung des Waffenstillstands. Der Gefangennahme durch die Deutschen entzogen, flüchtete er ins Gebirge, warf sich mit Begeisterung in den Partisanenkampf und trat der 43. autonomen Division „Sergio de Vitis“ bei. Danach der Brigade „Ferruccio Gallo“ mit den Aufgaben eines Bataillonskommissars angegliedert, wurde er mit 1. Oktober 1943 zum Sergeanten und mit 1. Jänner 1944 zum Leutnant ernannt. Am 5. Oktober desselben Jahres schwer verwundet, starb er vier Tage später im Krankenhaus von Giaveno. Zwei weitere Brüder, ebenfalls Partisanen, fielen bei späteren Einsätzen im Kampf.

 

Wer die Familie Piol war

Die Familie Piol, bellunesischer Herkunft, aber ins Piemont ausgewandert, hat dem Krieg und dem Widerstand einen überaus hohen Tribut gezahlt: Der Vater und vier Söhne sind gestorben und ließen Brigida Piol in grausamstem Schmerz zurück, bis zu ihrem Tod im Jahr 2000.

Agostino, der als Mechaniker in der Fabrik „Giustina“ in Turin arbeitete, war 1943 einberufen und dem Bataillon „Exilles“ des 3. Alpini-Regiments zugeteilt worden. Nach dem Waffenstillstand hatte er sich den ersten Partisanengruppen angeschlossen, aus denen später die 43. autonome Division „Sergio De Vitis“ hervorgehen sollte. In der Folge wurde er Kommissar eines Bataillons der Brigade „Ferruccio Gallo“, das er als Sergeant und dann als Leutnant in überaus zahlreichen Einsätzen gegen den Feind führte. Am 5. Oktober 1944 schwer verwundet, nachdem er bei Rivalta in einen Hinterhalt der Deutschen geraten war, starb er vier Tage später im Krankenhaus von Giaveno, wohin ihn seine Kameraden hatten bringen können. Ihm wurde die Goldene Tapferkeitsmedaille verliehen:

DIE PIOL – DAS OPFER EINER GANZEN FAMILIE

 

 

 

 

 

 

 

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