G.M. Paolin Emidio
Geboren 1917 in Forno di Canale, später Forno di Zoldo (Belluno)
Obergefreiter der Reserve
7. Alpini-Regiment
Bataillon „Belluno“
Begründung der Goldenen Tapferkeitsmedaille „postum“:
Führer einer Schützengruppe, wiederholt durch Kühnheit und Tapferkeit hervorgetreten, griff er beherzt eine starke Stellung an und zersprengte deren Verteidiger mit dem Wurf von Handgranaten. Als er seinen Zugführer tödlich verwundet fallen sah, warf er sich mit Ungestüm gegen starke gegenangreifende Gruppen und vermochte sie zurückzuwerfen. Nur noch mit zwei Männern übrig und als er sah, dass einer von diesen, der Schütze des leichten Maschinengewehrs, verwundet worden war, ergriff er dessen Waffe und rückte gemeinsam mit dem einzigen Überlebenden aufrecht vor, den Gegnern Worte des Hohns zurufend. Selbst verwundet, hielt er nicht inne, sondern setzte seinen heldenhaften Ansturm fort, bis er, von einer Maschinengewehrgarbe tödlich getroffen, fiel. Beispiel hoher soldatischer Tugenden und unbezwingbaren Mutes.
Monte Golico (griechische Front), 17. Februar 1941
Biographische Anmerkungen:
Einfacher Landarbeiter, wurde er am 27. Mai 1938 zum Wehrdienst eingezogen und dem Bataillon „Feltre“ des 7. Alpini-Regiments zugewiesen; er kam dann als Angegliederter zum Bataillon „Duca degli Abruzzi“ an der Zentralen Militärschule für Alpinismus in Aosta. Im Jänner 1939 zum Truppenteil zurückgekehrt, wurde er dort im folgenden März zum Aufklärer-Gefreiten und am 20. Dezember zum Obergefreiten befördert. Unter Waffen behalten, nahm er ab Juni 1940 an den Kampfhandlungen gegen Frankreich teil und brach, in der Folge zum Bataillon „Belluno“ versetzt, am 25. November desselben Jahres nach Albanien auf.
(die Begründung und die biographischen Anmerkungen sind dem Buch „Le Medaglie d’Oro al valor militare“ entnommen – Gruppo Medaglie d’Oro al valor militare d’Italia, Rom 1965)