Extreme Patrol 2026: Erster Platz für die Patrouille des 7. Alpini-Regiments

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Vom 19. bis 25. September 2026 nahmen mehr als 300 Soldatinnen und Soldaten der italienischen Gebirgstruppen an der Extreme Patrol 2026 teil. Die wichtigste Sommerübung der Truppe für Bewegung und Kampf im Gebirge fand in den Provinzen Belluno und Bozen statt und endete mit der Preisverleihung in Innichen. Den ersten Platz erreichte eine Patrouille des 7. Alpini-Regiments, das in Belluno stationiert ist.

Für das Belluneser Gebiet ist dieses Ergebnis von besonderer Bedeutung. Das Regiment gehört zur militärischen und zivilen Geschichte der Provinz. Gleichzeitig stellt es sich den heutigen Anforderungen des Gebirgseinsatzes: körperliche Vorbereitung, Entscheidungsfähigkeit, Teamarbeit, Rettung und der Einsatz moderner Technik.

72 Stunden selbstständig im Gebirge

Die Patrouillen waren 72 Stunden lang in vollständiger logistischer Autonomie unterwegs. Sie bewältigten mehr als 60 Kilometer und über 1.000 Höhenmeter. Geprüft wurden Orientierung, Bewegung, dezentrale Führung, Planung, das Überwinden natürlicher Hindernisse und die Versorgung Verwundeter unter hoher körperlicher und psychischer Belastung.

Die Extreme Patrol war daher kein gewöhnlicher Geschwindigkeitswettbewerb. Sie sollte zeigen, ob kleine Einheiten auch in schwierigem Gelände kommunizieren, Entscheidungen treffen und komplexe Aufgaben ausführen können.

Internationale Zusammenarbeit

Neben Infanterie-, Artillerie- und Pioniereinheiten der italienischen Gebirgstruppen nahmen Teams aus Frankreich, Polen, Tschechien, Rumänien und Spanien teil. Militärische Beobachter kamen außerdem aus Albanien, Belgien, Finnland, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten.

Diese internationale Dimension dient der Interoperabilität. Einheiten verschiedener Länder müssen Verfahren, Kommunikation und Fachwissen aufeinander abstimmen. Eine ähnliche Zusammenarbeit prägte wenige Wochen zuvor die Carpathians Patrol in Rumänien, an der ebenfalls Angehörige des 7. Alpini-Regiments beteiligt waren.

Technik und alpine Fähigkeiten

Bei der Übung kamen Aufklärungsdrohnen, Funk- und Ortungsnetze, Satellitenverbindungen und moderne Simulationssysteme zum Einsatz. Nach Angaben des italienischen Heeres wurde außerdem eine Plattform zur Beobachtung und Schulung der kognitiven Einsatzbereitschaft erprobt.

Die Technik ersetzt jedoch nicht die Erfahrung im Gebirge. Orientierung, Sicherheit, Ausdauer, Selbstständigkeit und Zusammenhalt bleiben entscheidend. Gerade die Verbindung traditioneller alpiner Fähigkeiten mit modernen Instrumenten zeigt die heutige Entwicklung der mit Belluno verbundenen Truppen.

Eine Trophäe im Gedenken an Sara Roba

Die siegreiche Patrouille des 7. Alpini-Regiments erhielt eine Trophäe, die nach Maresciallo Ordinario Sara Roba benannt ist. Die Unteroffizierin der Gebirgstruppen war vor kurzem bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Auch ihre Angehörigen nahmen an der Preisverleihung teil.

Die Widmung verbindet das Ausbildungsergebnis mit Erinnerung und Zusammengehörigkeit. Aus Respekt vor der Verstorbenen und ihrer Familie werden ausschließlich die vom italienischen Heer veröffentlichten Angaben wiedergegeben.

Das 7. Alpini-Regiment und Belluno

Der erste Platz unterstreicht erneut die enge Beziehung zwischen dem Regiment und der Gemeinschaft von Belluno. Diese Verbindung entstand durch Geschichte, Zeremonien, Hilfseinsätze und die tägliche Präsenz der Einheit im Gebiet.

Die Extreme Patrol zeigt damit ein aktuelles Bild der Alpini: Frauen und Männer, die mit technischer Vorbereitung, Disziplin, Solidarität und internationaler Zusammenarbeit im Gebirge tätig sind.

Zum Weiterlesen: Oberst Claudio Blardone, Kommandant des 7. Alpini-Regiments, und die Geschichte der Schutzhütte „Rifugio 7° Alpini“ an der Schiara.

Quelle

Italienisches Heer, Mitteilung „Conclusa l’esercitazione delle Truppe Alpine ‚Extreme Patrol 2026‘“, esercito.difesa.it, 28. September 2026.
Foto: Esercito Italiano — Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 IT — Quelle: esercito.difesa.it

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