Kaserne „del Pallone“

Verona — die Alpini-Kaserne in den Skaligermauern

In Verona gibt es eine Kaserne, an die sich alle als „die Kaserne der Alpini“ erinnern, auch wenn heute wenig von ihr übrig ist. Sie lag in den Mauern, die die Altstadt nach Süden abschließen, und beherbergte über dreißig Jahre lang das Kommando des 6. Alpini-Regiments.

In den Mauern

Die Kaserne „del Pallone“ bestand aus Gebäuden, die in den Zwinger der Stadtmauer gebaut waren, den Gang zwischen innerem und äußerem Mauerring, der mindestens seit Alberto I. della Scala Ende des 13. Jahrhunderts bestand. Daneben lagen Magazine, Pulvermühlen und weitere Kasernen: „Tezzone“, „Adigetto“ und „Cittadella“.

Unter österreichischer Herrschaft, von 1815 bis 1866, erhielten die Gebäude die Buchstaben A bis E und boten Platz für rund 1.500 Mann. Mit dem Übergang an das Königreich Italien zogen Infanterieeinheiten ein.

Das Zuhause des 6. Alpini

Das 6. Alpini-Regiment war am 1. November 1882 in der Kaserne „San Martino“ in Conegliano entstanden. Als am 1. August 1887 das 7. Regiment abgetrennt wurde, zog das 6. nach Verona, in den Pallone.

Von da an bis Anfang der 1920er Jahre war die Kaserne Sitz des Regimentskommandos und des Alpini-Bataillons „Verona“, des ersten Bataillons mit weißer Troddel, mit der 56., 57., 58. und 73. Kompanie. Am 30. Juni 1921 zog das Kommando nach Brixen; 1925 wurde die Kaserne aufgegeben.

Historische Postkarte: eine Gruppe Soldaten in Uniform vor dem Bogentor der Kaserne Pallone C in Verona
Der Eingang zu Gebäude „C“ der Kaserne „del Pallone“ in Verona Ende des 19. Jahrhunderts, auf einer zeitgenössischen Postkarte („Verona – Caserma Pallone C 6° Alpini“). Fotoarchiv Oscar Colle.

Was geblieben ist

Im Zweiten Weltkrieg dienten die Gebäude als Durchgangsort für die Deportation der Juden. In den 1960er Jahren wurden Gebäude C und ein Teil von D für neue städtische Büros abgerissen; von den übrigen ist einiges erhalten und wird teilweise noch von der Stadt genutzt.

Entlang der Mauern haben Soldatenverbände im Lauf der Zeit eine Reihe von Gedenktafeln angebracht. Die schönste, schreibt Oscar Colle, ist die dem Palazzo della Gran Guardia am nächsten gelegene, gewidmet „den Adlern der Sechsten Alpini“.

Bronzetafel mit fliegenden Adlern, von Efeu umrahmt an einer Ziegelmauer, mit einem steinernen Gedenkstein und Blumenbeeten
Verona, an der Stadtmauer: die Gedenktafel „Alle Aquile del VI Alpini“ und der Gedenkstein für die Gefallenen des 6. Alpini-Regiments. Fotoarchiv Oscar Colle.

Die Quellen dieser Geschichte

Die Geschichte der Kaserne hat unser Vorstandsmitglied Oscar Colle in der Reihe „Le caserme degli Alpini“ des Col Maòr erzählt, Nr. 1/2024, S. 17. Die Postkarte oben stammt aus dem vom Autor gesammelten Material.

Haben Sie ein Foto der Tafel der „Adler der Sechsten“ oder der Mauern des Pallone? Schreiben Sie uns: Es wird diese Seite bereichern.

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