Giuseppe Cervo (1887–1916) aus Bes gehört zu den Soldaten der Pfarrei Salce, an die Armando Dal Pont in der Reihe Per non dimenticarli… erinnert. Sein Schicksal verbindet das Arbeitsleben eines Auswanderers mit dem Krieg und dem Tod auf See bei der Rückkehr aus Albanien.
Von Bes zum 55. Infanterieregiment
Der Darstellung im Col Maòr zufolge wurde Giuseppe am 6. August 1887 als Sohn von Michele Cervo und Angela Fiabane geboren. Er war ledig, arbeitete als Hilfsarbeiter und hatte die Auswanderung nach Österreich und in die Schweiz erlebt.
Während des Ersten Weltkriegs diente er im 55. Infanterieregiment der Brigade Marche. Dal Pont erinnert daran, dass die Einheit während ihres viermonatigen Aufenthalts in Albanien nicht in Kämpfe verwickelt war und sich auch dem Bau ziviler Anlagen widmete.
Der Untergang der Principe Umberto
Am 8. Juni 1916 ging ein Teil des 55. Regiments in Valona an Bord des Dampfschiffs Principe Umberto, das nach Italien fahren sollte. An jenem Abend wurde das Schiff torpediert und sank. Giuseppe Cervo gehörte zu den Männern, die dabei ums Leben kamen.
Dal Ponts Recherche schreibt den Angriff dem U-Boot U5 der österreichischen Marine zu und erwähnt die Verleihung von zwei Erinnerungsmedaillen an den Krieg 1915–1918 an Giuseppe. Die Darstellung nennt keine Grabstätte: Daher wird hier auch keine auf Vermutungen gestützte Rekonstruktion vorgeschlagen.
Quelle der Darstellung
Eigenständige Bearbeitung der Recherche von Armando Dal Pont, „PER NON DIMENTICARLI… Soldati della parrocchia di Salce caduti in guerra“, Col Maòr, 41. Jahrgang, Nr. 3, Dezember 2004, S. 4. Die öffentliche Ausgabe nennt den 10. Dezember 2004 als Druckdatum. Das Originalheft ansehen.
Die hier zusammengefassten biografischen und militärischen Angaben werden der 2004 veröffentlichten lokalen Recherche zugeschrieben; für diese Darstellung wurden keine neuen militärischen Personalunterlagen oder originalen Schiffsregister eingesehen.