Eine Reise kann uns an einen Ort zurückführen; eine Freundschaft lässt uns dorthin zurückkehren und das Gefühl haben, erwartet zu werden. Im Col Maòr vom Oktober 2026 bietet die Rückkehr der Alpini-Gruppe von Salce ins Piemont vor allem diese Perspektive: Die Geschichte einer Vereinigung lebt auch von Beziehungen, die weit über eine einzelne Veranstaltung hinaus Bestand haben.
Von der Erinnerung an Asti zur Rückkehr im Jahr 2026
Valdoisa diente den Alpini von Salce beim Nationalen Alpini-Treffen 1995 in Asti als logistischer Stützpunkt. Die Reise vom 16. bis 18. Oktober 2026 knüpfte erneut an die Freundschaft mit den Menschen aus San Damiano d’Asti an. Zwischen diesen beiden Ereignissen liegen 31 Jahre – eine lange Zeit, in der eine Begegnung rund um ein Alpini-Treffen Teil des Gedächtnisses der Gruppe geworden ist.
Dem Bericht der Vereinszeitung zufolge entstand die Idee für den Besuch bei einer Begegnung von Mara und Michele Sacchet mit Lucrezia Povero auf der Vinitaly. Nach der Rückkehr nach Belluno wurde der Vorschlag mit dem Gruppenleiter Stefano Brancher besprochen und die Reise anschließend organisiert.
Die Erinnerung an Beppe Giaccone
Zu den geschilderten Momenten gehört der Besuch am Grab von Giuseppe „Beppe“ Giaccone. Die Gruppe brachte einen Stein aus Castellavazzo mit, auf dem sein Foto in Uniform angebracht war. Diese Geste erinnerte an die Messe am Ufer des Piave bei Longarone nach der Vajont-Katastrophe. Ein Detail, das den Ort des Wiedersehens mit der Heimat Belluno und dem Andenken an Giaccone verbindet.
Im Rahmen des Projekts MEMORIA bedeutet das Sammeln solcher Spuren, menschlichen Beziehungen nachzugehen: Ein Foto erinnert an eine Begegnung, eine Reise an herzliche Gastfreundschaft, eine Gedenkfeier an gemeinsam erlebte Geschichte. Auch auf diese Weise verdient die Verbindung zwischen Salce und Valdoisa bewahrt zu werden – mit Quellenangaben, die den ursprünglichen Bericht wiederauffindbar machen.
Wo die Geschichte weitergeht
Der vollständige Reisebericht schildert auch den Besuch der Weinkellereien Povero und die Begegnungen während des Aufenthalts im Piemont. Er ist im Col Maòr Nr. 3, Oktober 2026, auf den Seiten 4–5 nachzulesen.
Quelle: „Piemonte, tre giorni insieme“, Col Maòr, 63. Jahrgang, Nr. 3, Oktober 2026, S. 4–5. Eigenständiger redaktioneller Beitrag für MEMORIA auf Grundlage des Berichts in der Vereinszeitung.


